To be continued – Warum Fortsezungen entzaubern

„Ocean‘s Elven“ hat eine, „Spiderman“ sowieso, aber auch die „Man in Black” und „Fluch der Karibik“. Was sie alle gemeinsam haben? Eine oder mehrere Fortsetzungn. Sicherlich ist es Geschmackssache, wie so viele Dinge, aber ich finde, manchmal wäre weniger mehr gewesen. Bei vielen Filmen stehe ich der Fortsetzung skeptisch gegenüber. Nehmen wir mal als Beispiel die oben genannten „Man in Black“, es trifft aber auch auf „Die Mumie“ und auf „Fluch der Karibik“ zu. Als ich hier den jeweils ersten Film sah, war ich begeistert, war ein Stück weit verzaubert, habe mit den Helden ihre „neue“ Welt entdeckt, in der sie Bekanntschaft mit den Aliens, bzw. mit der Magie gemacht haben.  Die Filme haben mir also wirklich gut gefallen. Aber was war mit den Fortsetzungen? Nun, hier wird die Geschichte der Helden weitererzählt. Aber ich kenne die Helden ja schon, bin also ein Stück weit entzaubert. Hier müssen es also die neuen Antiprotagonisten retten, müssen für mich interessant sein und so den Helden vor neue Herausforderungen stellen. Ich weiß nicht genau woran es liegt, aber gefühlt wird in den Fortsetzungen mehr Fokus auf die Action gelegt, auch wenn der Antiprotagonist tatsächlich interessant ist.

Ich merke gerade, dass dieser Artikel sich wieder mehr auf Filme konzentriert, aber ich finde die Grundsätze lassen sich auch auf das geschriebene Wort übertragen. Es gibt ja auch diverse Buchreihen auf die das Gesagte zutrifft. Um mal wieder Harry Potter als Beispiel zu bemühen: Hier ist das ganze zwar auf eine Serie angelegt, sodass das Entzaubern hier nicht deutlich hervortritt, aber dennoch gibt es Teile die nicht ganz so ausgereift wirken. Überhaupt möchte ich hier unterscheiden zwischen den Serien, die als Reihe ausgelegt sind und denen, wo man einfach merkt, dass zunächst kein weiterer Teil geplant war. Um wieder ein Beispiel zu nennen: Schauen wir uns diverse Krimiserien an. Hier ermittelt immer der gleiche Kommissar (und Team) und erhält in jeder neuen Folge einen neuen Fall. Hier ist das Konzept darauf ausgelegt, dass es Fortsetzungen gibt und ich habe damit überhaupt kein Problem. Ganz im Gegenteil ich verfolge gerne wie sich die Nebencharaktere im Hintergrund weiter entwickeln, oder auch der Protagonist selbst. Hier wäre auch die „Stirb langsam“-Reihe zu nennen. Die ist von Anfang an, eher auf Action ausgelegt, so dass es inhaltlich wenig Unterschied macht.

Der Fall Indiana Jones

Ich finde Indy ist ein gutes Beispiel für das, was ich eigentlich sagen will. Bei den ersten drei Teilen merkt man, dass es irgendwie zusammengehört. Hier zieht sich der typische Charme durch alle drei Teile. Gut Teil drei profitiert sowieso von Sean Connery und der Figur des Papa Jones, was dazu führt, dass ich den dritten Teil fast lieber mag, als den ersten. Damit endeten die drei Teile in einem großen Finale und dem berühmten Ritt in den Sonnenuntergang. Alles war gut, bis nach eingen Jahren dann Teil Vier kam. Ja, auch an Harrison Ford sind die Jahre nicht vorüber gegangen, aber noch hält er sich tapfer in den Action Szenen, das ist nicht das Problem. Aber: warum zum Teufel musste man die Geschichte mit Marion wieder aufwärmen? Sicher sie ist mit ihrer rauen Art eine symphatische Figur, die wirklich gut zu Indy passt, aber mal ehrlich gibt es nicht schon genug Helden-Kinder, die in die Fußstapfen ihrer Eltern treten? Haben wir dieses Klischee nicht mal genug ausgereitzt? Eine schöne runde Reihe behalten? Das einzige, was mich dann am Schluss doch noch etwas versöhnlich gestimmt hat, ist das Indy doch noch seinen Hut behalten hat. Es kann eben doch nur einen geben.

Nun wird sicherlich einer meiner zwei Leser sich denken: „Is doch klar, es geht ums Geld!“ Ja, sicher ist das so. Aber allein schon, dass es eine Fortsetzung gibt, muss ja nicht heißen, dass sie schlecht sein muss.

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Montagsfrage #39

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Erinnerst du dich an ein Buch mit ausgefallenem, realem Schauplatz?

Das war „Blutsbräute“ von Margie Orford, das Buch spielt in Kapstadt, Südafrika. Kritisch betrachtet hätte es auch jede andere Stadt sein können, aber es war eine schöne Abwechslung zu den ganzen amerikanischen oder englischen Schauplätzen. Irgendwie kommt aber schon so ein besonderes Feeling durch.

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