Faszination Kreativität

Die Kreativität ist schon eine seltsame Sache. Mal ist sie da und man kann sich als Schreiberling hemmungslos mit Stift und Papier austoben, oder die Tasten klappern lassen, oder sie verbirgt sich irgendwo – in unserem Innersten.

Vor einiger Zeit sah ich den Film mit „Die letzte Klappe“ mit Alec Baldwin, indem es darum ging, dass ein Polizist einen schwer zu fassenden Mafia-Boss überführen wollte. Dafür hat er sich als Filmproduzent ausgegeben und wollte seinen Gegner so dazu zwingen, in illegale Geschäfte einzusteigen, um ihn dann natürlich dafür einzusperren. Die genauen Details sind bei mir nicht unbedingt hängen geblieben, dafür umso mehr wieviel Spaß alle Beteiligten dabei hatten sich als Filmproduzenten auszugeben und (natürlich nur als Vorwand) an diesem Film zu arbeiten. Vom kleinen Mitarbeiter bis hoch in die Führungsebene wurden plötzlich alle kreativ bei der Umsetzung und dem Umschreiben des Drehbuchs. Wie bei einem Fieber wurden sie plötzlich davon angesteckt. Schlussendlich ging es dann doch wieder um die Verhaftung des Mafia-Bosses und auch um die Freundschaft zwischen dem Polizisten und dem Autor des Drehbuchs, aber die plötzlich aufflammende Kreativität war trotzdem deutlich zu spüren.

Was ist also das faszinierende an der Kreativität, dass sich sogar manche Plots genau darum drehen? Denken wir nur an diverse Schriftsteller, die im völligen Kreativloch dahindämmern, bis irgendetwas ungewöhnliches geschieht und sie mit dem Aufschreiben ihrer Geschichte plötzlich wieder auf den Bestseller-Listen landen.

Vielleicht ist es eine Art unsere Träume zu verwirklichen. Wir malen sie uns bunt aus, vom Anfang bis zum Ende und erleben so in unserem Kopfkino die verrücktesten Sachen. Vielleicht ist es auch die Möglichkeit so jederzeit der Realität zu entfliehen. Indem wir uns mit den Problemen unserer Protagonisten beschäftigen, blenden wir unsere eigenen aus.

Vielleicht ist es aber auch das Gefühl etwas eigenes erschaffen zu haben. Allein aus uns heraus. Sei es eine aufgeschriebene Geschichte, das selbstgezimmerte Vogelhäuschen, ein Gemälde, oder das selbst reparierte Auto. Jedes Mal sehen wir das Ergebnis und denken: „Das habe ich gemacht!“

 

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