Gelesene Bücher Challenge 2016/2017

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Durch Zufall habe ich bei Sonja  diese interessante Challenge entdeckt und habe mich spontan dafür entschieden mitzumachen. Die Regeln sind ganz einfach: Die Challenge läuft vom 01.12.2016 bis zum 30.11.2016. Jeder Teilnehmer legt sein persönliches Ziel fest, indem er sich überlegt wieviele Bücher er in dieser Zeit lesen möchte.

Ich werde versuchen diese 14 Bücher zu lesen:

  1. Passagier 23 – Sebastian Fitzek
  2. Der Schatten des Windes – Carlos Ruiz Zafón
  3. Verdächtig  – Simon Kernick
  4. Herr der Schlüssel – Domini Highsmith
  5. Die Drachenkämpferin 1- Im Land des Windes – Licia Troisi
  6. Die Drachenkämpferin 2 – Im Auftrag des Magiers – Licia Troisi
  7. Die Drachenkämpferin 3 – Der Talisman der Macht – Licia Troisi
  8. Sacrificium – Véronique Roy
  9. Narbenkind – Erik Axl Sund
  10. Die falsche Fährte – Henning Mankell
  11. Gute Nacht – John Verdon
  12. Mordverdacht – John Lescroart
  13. Nie sollst du vergessen – Elizabeth George
  14. Der Stein der Kelten – Michael Phillips

Gelesen:

Dezember 2016: Töchter des Windes – Nora Roberts

Januar 2017: Narbenkind – Erik Axl Sund

Februar 2017: Mordverdacht – John Lescroart

März 2017: Schattenschrei – Erik Axl Sund

April 2017: Die Drachenkämpferin 1 – Im Land des Windes – Licia Troisi

Mai 2017: Gute Nacht – John Verdon, Scherbenseele – Erik Axl Sund

Juni 2017: Die Drachenkämpferin 2 – Im Auftrag des Magiers – Licia Troisi

Juli 2017: Nie sollst du vergessen – Elizabeth George

 

Der (Alb)Traum vom eigenen Heim

Das Geisterhaus. Horror-Kulisse Nummer 1 und damit ein Thema, welches bei mir nicht fehlen darf. Vielleicht kann ich damit starten zu berichten, wie ich zu dem Thema kam. Es begann damit, dass ich mir mit Freunden den Film „Die Frau in Schwarz“ mit Daniel Radcliffe angesehen habe. Abgesehen davon, dass ich die ganze Zeit dachte: „Harry, zauber doch was!“ fand ich den Film gar nicht mal so schlecht. Ich würde ihn mir sogar nochmal anschauen. Anschließende Diskussionen haben uns zu der Feststellung gebracht, dass der Plot eigentlich so gar nicht die Neuerfindung des Rades ist, sondern es unzählige dieser Spuk- und Geisterhäuser gibt, die von übernatürlichen Wesen bewohnt werden.

 Welche Geisterhäuser gibt es?

Heute habe ich mich für Beispiele in den Filmbereich gewagt, möchte aber nicht unerwähnt lassen, dass es selbstverständlich auch gute Geschichten in der Literatur gibt. Und natürlich auch Literaturverfilmungen. Ich möchte hier nur ein paar Filme aufzählen, die mir bei dem Thema in den Sinn gekommen sind. Wahrscheinlich gibt es noch unzählige mehr, die ich vergessen habe.

  • „Shining“ (1980) – Der Klassiker von Stephen King.
  • „Zimmer 1408“ (2007) – Auch von Stephen King, ohne Geister, aber mit John Cusack, den ich immer gerne sehe.
  • „Poltergeist“ (1980) – Das kleine Mädchen und der Fernseher sind wohl unvergessen.
  • „The Others“ (2001) – Der darf bei dem Thema natürlich nicht fehlen.
  • „Das Geisterschloss“ (1999) – Liam Neeson und sein Schlaf-Experiment.
  • „The Messengers“ (2007) – Diesmal ist es Kristen Stewart, die die Geister im Haus verfolgt.
  • „Schatten der Wahrheit“ (2000) – Michelle Pfeiffer und Harrison Ford in ihrem Haus am See. Eher ein Geister-, als ein Spukhaus-Film.
  • „13 Geister“ (2001) – Der typische Fall eines ererbten Spukhauses. Auch wenn mir der Film schon zusehr in die Action-Splater-Sparte driftet.
  • „Die Frau in Schwarz“ (2012) – Wie oben schon erwähnt, ein solider Spukhaus-Film. Ich mag eben auch diesen Kerzen- und Kutschencharme.

Beispiele für Spukhäuser gibt es offensichtlich genügend. Oft beginnt es damit, dass ganz normale Leute in eine neue Umgebung einziehen. Manchmal wird das alte Haus ererbt oder es war gerade günstig zu erstehen, selbstverständlich weil ein Fluch auf ihm liegt. Gelegentlich gilt es als Mutprobe dieses Haus zu betreten, oder es muss eine Nacht darin verbacht werden um in seinen Besitz zu gelangen.

Das Spukhaus ist als Kulisse vielfältig einsetzbar.

Warum ist das so?

  • Der Horror aus dem Nichts lauert darin. Ein Haus eignet sich perfekt um ihn aufzubauen. In so gut wie jedem Spukhaus-Film schleicht sich der Protagonist durch das dunkle Anwesen und wird durch etwas harmloses erschreckt. (Jedenfalls am Anfang harmlos …)
  • Ein Haus bietet Geborgenheit. Was gibt es sicheres, als die eigenen vier Wände? Und was macht uns mehr Angst, als diese Sicherheit, noch dazu durch einen Geist zu verlieren?
  • Es gibt kein Entkommen. Familie Torrance wird zum Beispiel eingeschneit. Ist gerade kein Winter, tobt ein Gewitter, oder die Protagonisten haben einfach keine andere Bleibe. In jedem Fall werden sie an diesen Ort gebunden und können auch keine Hilfe rufen. (kein Handy-Empfang. Oder das gute, alte durchgeschnittene Telefonkabel)
  • Häuser sind mit Erinnerungen verbunden. Es ist eine logische Sache, dass Menschen in ihrem zu Hause Spuren hinterlassen. Oftmals finden die Protagonisten diese Spuren und stoßen dabei auf ein Geheimnis.
  • Häuser haben Geschichte. Häuser stehen oft ewig an ihrem Platz. Menschen gehen ein und aus. Sie hinterlassen ihre Spuren und so erhält ein Haus seine Geschichte. Es sind die unschönen Geschichten, die dazu führen, dass die Geister ihr zu Hause nicht verlassen wollen, was dann zu Konflikten mit den neuen Hausbewohner führt.

Was macht die Faszination der Geistergeschichte aus?

  • Bei einer guten Geistergeschichte wissen wir zunächst nicht, ob es sich tatsächlich um Geister handelt, oder nur der Verstand des Protagonisten verrückt spielt. Meistens soll uns zunächst weißgemacht werden, dass alles nur Einbildung ist. Das ist einer der wichtigsten Punkte, der für mich einen guten Horror-Film von einem schlechten Splatter-Movie unterscheidet: Die Spannung wird dadurch erzeugt, dass man nicht genau weiß, was nun los ist. Was zu einem gewissen Teil auch mit dem Horror aus dem Nichts zu tun hat.
  • Oft sind es mehrere Protagonisten die in das Haus einziehen und irgendwann wird ein gewisses Misstrauen untereinander erzeugt. Gerade das finde ich persönlich immer spannend, wie sogar verheiratete Ehepaare auseinander gebracht werden. Oder auch zunächst harmlos wirkende Protagonisten plötzlich doch eine dunkle Seite haben.
  • Die Faszination des Lebens nach dem Tod. Mal ehrlich: Wir wollen doch alle wissen, was „danach“ ist. Schon der kleine Kugelgeist Casper war wohl einer der ersten, der eine Antwort darauf gab. Überwiegend bleiben die Geister an ihren Sterbe- oder Wohnort und oft werden sie am Ende von ihren Leiden erlöst. Vielleicht finden wir Trost darin zu sehen, dass auch „danach“ alles wieder gut ist.

 

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Montagsfrage #94

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Eine Aktion von Buchfresserchen

Magst du Bücher mit Gruselfaktor oder Horror und was gefällt dir daran?

Diese Frage kann ich mal mit einem eindeutigen: „Ja!“ beantworten. Natürlich lese ich Horror. Aber warum? Stephen King hat die Frage in „Danse Macabre“ ungefähr so beantwortet: Weil wir dann sehen, dass unsere eigene Welt noch in Ordnung ist. Vielleicht ist es das, aber für mich ist auch die Spannung, die stets erzeugt wird und nicht fehlen darf. Aber auch das Phantastische, das Unerklärliche, dass eine gute Horror-Geschichte haben sollte ist das, was für mich die Faszination ausmacht. Wenn man nicht genau weiß, ob es nun eine reale, oder eine magische Erklärung gibt.