Ungeküsst- Das Fehlen der Schreibmotivation

Kennt ihr auch diese Motivationslöcher? Ich sitze hier und starre auf meine Ideenliste für Blogartikel, oder brüte über den Notizen für meinen Roman. Ich weiß genau, dass ich diese oder jene Szene schreiben könnte und was tue ich? Nichts. Rein gar nichts. Stattdessen lese ich lieber ein bisschen oder kuschel mit meiner Katze. Es ist schon seltsam mit der Motivation. Ich könnte mich seitenweise darüber auslassen, woher die Inspiration kommt, woher man Ideen nehmen kann. Doch am Ende, wenn ich all diese Theorie mal in die Praxis umsetzten möchte, kommen nur ein paar wenige Zeilen aus der Tastatur geflossen.Vielleicht gehören diese aber schon zum „wilden Schreiben“* dazu, welches ich gerne mal ausprobieren würde, wozu mir aber schlussendlich die Disziplin fehlt, dass ich mich tatsächlich täglich daran setzen würde.

Jetzt sind doch diese paar Zeilen aus mir herausgeflossen und ich fühle mich tatsächlich kreativ, obwohl ich hiermit eigentlich nichts gesagt habe. Außer vielleicht, dass die Motivation doch mit dem Schreiben kommen kann, man muss sich nur hinsetzten und anfangen. Und natürlich alle Hemmungen über Bord werfen und auch dem schlecht Geschriebenen eine Chance geben.

 

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  • „wildes Schreiben“ oder auch „assoziatives Schreiben“ bedeutet, einfach drauflos zu Schreiben ohne ein bestimmtes Ziel im Auge zu haben. Es geht nicht darum, dass am Ende ein fertiger Text dabei herauskommt, sondern sich einfach treiben zu lassen. Im Idealfall soll man das so regelmäßig machen, dass man es sich das regelmäßige Schreiben antrainiert.
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2 Gedanken zu “Ungeküsst- Das Fehlen der Schreibmotivation

  1. Oh Mann, du schreibst mir aus der Seele! Was du beschreibst, ist zur Zeit mein Standard-Betriebsmodus. Vieles hat mit der Lernerei zu tun, aber je länger ich darüber nachdenke, desto deutlicher wird mir, dass ein anderer Faktor viel problematischer ist:
    Ich habe lange Zeit auch längere Texte einfach drauf los geschrieben, bis ich angefangen habe, weiter voraus zu planen. Das hatte Geschichten zur Folge, die besser strukturiert und … naja, auch sonst besser waren als frühere Werke.
    Seitdem leiste ich viel Arbeit schon vorher im Kopf. In mancher Hinsicht ist das effektiv, aber es führt auch zur „perfekten Geschichte“ – einem Konstrukt in meinem Kopf, das fehlerlos erscheint und besser als alles, was ich je zu Papier bringen könnte. Dadurch bin ich regelrecht gehemmt, auch nur zu versuchen, es aufzuschreiben.

    Ich denke auch hier hilft, wie du sagst, einfach loszulegen, durchzuhalten bis man einen Teil des Textes hinter sich gebracht hat und sich eingangs noch nicht viele Gedanken um Korrekturen zu machen oder die Elemente, die nicht ganz rund laufen wollen.

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    1. Da bin ich ja froh, dass es noch jemanden wie mir geht. Ich habe das mit der so perfekt vorgeplanten Geschichte zwar noch nicht gehabt, aber für einzelne Szenen trifft das bei mir schon zu. Ich weiss dann genau, was kommen sollte, aber wenn es ans Schreiben geht denk ich schon „Oh man das griegst du nie so hin, wie es werden soll!“.

      Ich sollte mal meine eigenen Tipp einfach loszulegen mehr verinnerlichen. 😉

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