Und wenn alles gesagt ist?

Wir kennen wohl alle diesen Moment, diesen einen magischen Moment: Das letzte Wort ist geschrieben, der entgültige Punkt gesetzt. Die Geschichte ist fertig und der Schreiberling freut sich. Aber was kommt danach? Die Leere. Als ob uns ein guter Freund verlassen hätte. Protagonisten und Antagonisten, die uns wochen-, monate-, vielleicht sogar jahrelang begleitet haben, spielen von nun an keine Rolle mehr in unserem (schreiberischen) Leben. Ihre Geschichte ist geschrieben – zu Ende. Lange haben wir auf diesen Moment hingearbeitet. Nun ist er da und wir wissen nichts mit ihm anzufangen. Unsere literaischen Kinder sind groß geworden und müssen jetzt auf eigenen Beinen stehen. Wir müssen sie gehen lassen. Denn das ist nicht nur das Ende einer Geschichte, sondern auch gleichzeitig der Anfang einer neuen. Wartet da nicht schon wieder ein interessanter Charakter darauf, dass wir seine Geschichte erzählen? Oder eine Idee, die ausgearbeitet und sich entwickeln will? Natürlich ist es so, denn das Schreiben ist ein Kreislauf aus Anfängen und Enden. Denn jedes Ende ist ein Anfang.

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Montagsfrage #21

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Eine Aktion von Buchfresserchen

Liest du Bücher einzeln nacheinander oder auch mehrere parallel?

In der Regel lese ich Bücher immer nacheinander. Meistens bin ich so gefesselt von einem Buch, dass ich gar nicht anders kann. Ausnahmen ergaben sich natürlich auch schon, als ich den Urlaub gefahren bin und ein „frisches“ Buch mitnehmen wollte, weil der Rest vom „alten“ nicht mehr gereicht hätte. Wieder zu Hause hatte ich dann zwei angefangene. Ic hab dann erstmal eines fertiggelsen und dann das andere.

Du & Ich – Meine Charaktere und ich auf der Reise

Es beginnt mit der Idee. Oder doch nicht? Wenn mich die Muse küsst ist es oft so, dass sie mir zuerst einen Charakter bringt. Nicht immer einen vollständigen Charakter mit ganzer Biographie und fertigem Aussehen, sondern manchmal nur einen Charakterzug, eine seltsame Eigenschaft, die ich interessant finde. Dann frage ich mich: Was für eine Geschichte hat dieser Kerl? Wie kommt er mit seiner auffälligen Eigenschaft im Alltag zurecht? So entwickelt sich nach und nach die Geschichte.
Die Protagonisten oder Antagonisten sind also ein wichtiger Bestandteil des Textes, (in meinen Augen) vielleicht sogar der Wichtigste.
Manchmal passiert es mir, wenn ich eine Geschichte lese, dass ich mich nicht in den Protagonisten hineinversetzten kann. Das ist oft bei Schreibanfängern der Fall, wie es sicherlich auch bei war und manchmal vielleicht noch ist. Sie beginnen schnell mit der Handlung, um diese dann zügig Punkt für Punkt abarbeiten. Es ist dann wie in einem Action-Film mit Bruce Willis oder auch den alten Schwarzeneggern-Filmen: Das Blut spritzt, die Kugeln fliegen, aber der Handlungsverlauf ist eher rar und hält nur grob das Gerüst zusammen. Das sind die Filme, die im berühmten Popcorn-Kino laufen: Wenig Handlung, viel Action. Leider bleiben dabei die Charaktere oftmals blass, sodass (für mich) die Spannung etwas auf der Strecke bleibt. Oder hat schonmal jemand daran gezweifelt, dass John McLane das ganze nicht überlebt? Dass es keinen weiteren „Stirb langsam“-Film geben wird? Um bei diesem Beispiel zu bleiben: Die Geschichte von John McLane und seiner schwierigen Ehe ist dabei eher Hintergrund und zweitrangiges Beiwerk.

Es gibt natürlich Geschichten, die auch so funktionieren. Sie erzeugen allein durch die Handlung Spannung und man muss den Protagonisten nicht näher kennen, um die Geschichte interessant zu finden. Leider funktionieren aber nur die wenigsten Geschichten wirklich gut und auch der Action-Film überzeugt nicht alle seine Zuschauer.
Um aber ein breiteres Publikum, bzw. mehr Leser zu erreichen müssen wir uns mit den Charakteren beschäftigen. Dann wird auch die Spannung auf einer viel tieferen Ebene aufgebaut.

Wie überzeuge ich den Leser von meinem Charakter?

Ich glaube diese Frage sollte ich mir langsam zu den Charakteren meines Romanes stellen. Kommen sie natürlich rüber? Interessiert sich der Leser für sie und ihr Schicksal? Kann man ihre Handlungen nachvollziehen?

Das wichtigste, wenn man einen Charakter entwickelt ist wohl: Er muss echt wirken. Als ob es ihn wirklich geben würde. Egal, ob er nur der Zeitungsverkäufer von neben an werden soll, oder ein umherstreifender Vampir. Auch übernatürliche Wesen, Zauberer, oder Zwerge müssen wirken, als ob sie wirklich leben würden. Das tun sie auch, nämlich innerhalb der Geschichte.

Der wohl zweitwichtigste Punkt ist, dass mindestens einer der Charaktere symphatisch auf den Leser wirken solle. Wenn ich alle Helden unsymphatisch finde und mir wünsche, dass sie in den Sümpfen ertrinken mögen, dann interessiert mich ihr Schicksal nicht und es ist unwahrscheinlich, dass ich den ganzen Roman zu Ende lesen würde.

Wie hauche ich meinem Charakter Leben ein?

  • Gib ihm eine Vergangenheit! Jeder Mensch hat eine Geschichte, eine Vergangenheit. Auch wenn diese nicht immer Einfluss auf den eigentlichen Text hat, so prägt sie doch den Charakter. Du solltest dir also zumindest grob Gedanken machen, was deinem Charakter widerfahren ist, bevor er in deiner Geschichte auftaucht.
  • Gib ihm Macken mit! Kein Mensch ist perfekt. Es sind diese kleinen Eigenheiten, Macken und Unzulänglichkeiten die uns menschlich machen. Das kann bei einer schiefen Nase anfangen, geht über die dumme Angewohnheit nie die Schuhe zu binden, bis hin zu der interessanten Eigenschaft einer Farben-Allergie.
  • Lass ihn nichts tun, was du nicht auch tun würdest! In einer Fantasy-Geschichte ist es vielleicht etwas schwerer umzusetzen, aber auch hier gilt: Erst denken, dann handeln lassen. Würdest du dich nur mit einem Zahnstocher bewaffnet einer Bande Diebe entgegenwerfen? Nein? Dann lass es deinen Helden auch nicht tun. Denn es wirkt nicht nur unüberlegt und dumm, sondern auch unrealistisch. Das gilt auch für die Details. Würdest du denken: „Heute morgen habe ich meine braunen, halblangen Haare gebürstet!“, um dein Äußeres zu beschreiben? Natürlich nicht. Also lass deine Heldin auch nicht sowas denken. Ebenso ist es mit seitenlangen Monologen. Hast du schon einmal soviel am Stück gesagt? Wohl eher nicht.
  • Verteile Symphatie-Punkte! Es ist ganz natürlich, wenn man nicht jeden Menschen nett und symphatisch findet. Trotzdem sollte sich der Leser für deinen Helden interessieren, ihn vielleicht sogar nett finden. Er muss um ihn bangen können, mit ihm mitfiebern und Neugierig auf sein Schicksal sein.

Das personifizierte Böse – Der Antagonist

Der Bösewicht, oder der Gegenspieler unseres Helden, erhält leider selten die breits erwähnten Symphatiepunkte. Trotzdessen sollten auch seine Handlungen (in Gewisser weise) nachvollziehbar sein. Kein Mensch kommt von jetzt auf gleich auf die Idee die Welt zerstören zu wollen. Deshalb gelten für ihn diesselben Punkte wie für den Protagonisten. Er muss nicht immer unsymphatisch sein, darf genauso seine Fehler haben und seine Siege feiern. Denn dadurch interessiert sich der Leser nicht nur für ihn, sondern du erzeugst gleichzeitg Spannung.

Montagsfrage #10

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Eine Aktion von Buchfresserchen

In welcher Umgebung liest du am meisten?

Am meisten lese ich entweder auf meiner Couch oder (bei gutem Wetter) auf der Terrasse. Es muss aber ruhig sein. Gedudel aus dem Radio oder gequatsche aus dem Fernseher kann ich gar nicht gebrauchen. Im Urlaub lese ich auch viel. Auf den Liegen am Strand oder Pool, aber wo auch immer  ich ein ruhiges Plätzchen finde.

Die richtige Schreibatmosphäre: Abgetaucht oder Aufgetaucht

Im Moment zieht es mich oft nach draußen auf die Terrasse. Warme Temperaturen, Sonnenschein. Ein Hauch von Sommer. Die Vögel zwitschern, Kinderlachen weht herüber, ab und zu streift ein kühlender Windhauch vorüber. Für mich die perfekte Schreibatmosphäre. Ein Zettel und ein Stift, vielleicht schon eine Idee und ich verschwinde zwischen den Buchstaben, dann fließen die Worte aus mir heraus. Für mich ein perfekter Tag. Ich brauche diese Ruhe zum Schreiben, um mich konzentrieren zu können.

Es gibt ja Schreiber, die sagen, dass sie die richtige Musik zum Schreiben brauchen. Das ist mir auch schon passiert, dass mich beim Schreiben ein Lied gepackt und nicht mehr losgelassen hat. Dann habe ich es mir tatsächlich in Dauerschleife angehört und verbinde es noch heute mit genau dieser Geschichte, die damals entstanden ist. Andererseits habe ich aber auch die Befürchtung, dass der Text auf Fremde ganz anders wirkt, weil sie eben das Lied nicht kennen, oder noch schlimmer: Ganz furchtbar finden. Im Moment gibt es sowieso ganz wenig Musik, die mich so richtig berührt, dass sie mich zum Schreiben bringen könnte. Deshalb genügt mir zur Zeit auch das Schnurren meiner Katze zur musikalischen Untermalung.

Unterwegs habe ich natürlich auch manchmal Ideen. Dann kann es auch sein, dass ich im überfüllten Zug oder im unruhigen Café ein paar Zeilen in mein Notizbuch kritzle. Mehr grobe Stichwörter, als eine richtige Geschichte.

Aber um richtig in die Geschichte abzutauchen brauche ich Ruhe. Einen Stift und einen Zettel und dann beginnt die Reise in eine andere Welt.

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Montagsfrage #9

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Eine Aktion von Buchfresserchen

Was macht den Reiz eures/eurer Lieblingsgenres für euch aus? Warum mögt ihr es so gerne?

Ich lese mehrere Genres gerne. Zum Beispiel Krimi und Thriller. (Wo genau ist da eigentlich der Unterschied?). Der Reitz macht hier für mich die Spannung aus. Einmal natürlich bei der Frage, wer nun der Mörer ist und andererseits durch die Atmosphäre, weil man nie weiß, was als nächstes passiert. Was für mich auch dazu gehölrt ist die Suche nach dem Mörder. Wenn ich selsbt dabei entwickeln kann.

Im Horror-Genre ist es ählich, nur dass hier etwas mehr die Spannung, die düstere Atmosphäre und auch das Blutvergießen im Vordergrund stehen. Und dasnn gibt es da noch die Fantasy: Es ist einfach der Reitz der Magie, der neuen Welten, der wahren Helden, der zu diesem Genre gehört.

Gemeinsam Lesen #171

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Eine Aktion von Schlunzenbücher.de

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade „Der Herr der Dunkelheit“ (Die Insel der Stürme Teil 2) von Heide Solveig Göttner. Gerade bin ich auf Seite 176 angekommen.
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
„In den kühlen Nächten eilten sie im Laufschritt neben den Nouk her, und bei Tag schienen ihnen die Trockenen Hügel ebenso wenig zu gefallen wie die Schlucht der Geister.“
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Das fast schon der obige Satz genügt, um zu zeigen wie liebevoll und detailreich die Autorin ihre Welt beschreibt. Das ist es, was mich immer weiter lesen lässt. Obwohl es ein Jugendbuch ist, dass inhaltlich oftmals gerade so am Kischee vorbeischrammt. Aber gerade die liebevollen Beschreibungen und ungewöhnlichen Sätze haben mich dann doch überzeugt.
4. Bist du jemand der bei Büchern manchmal die letzten Seiten liest, oder findest du das absolut daneben? (Frage von Hannah)
Nein. Ich mache das nicht. Obwohl es mich (insbesondere bei schlechten Büchern) schonmal in den Fingern juckt, dass zu machen. Allein um zu sehen, ob es denn genauso langweilig weitergeht, oder ob der nervige Protagonist noch lebt. Bei guten Büchern habe ich den Drang nicht, weil ich dann so fasziniert von der Geschichte bin und jedes Wort einzeln in mich aufsauge.