Montagsfrage #4

Noch so eine nette Blogger-Aktion, mit interessanten buchigen Fragen.

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Eine Aktion von Buchfresserchen

Welche Nebenfigur mögt ihr aktuell am liebsten und warum?

In meinem aktuellen Buch „Die Unbarmherzigkeit des Augenblicks“ von John Verdon mag ich Madeleine sehr gerne. Sie ist Dave Gurneys Frau und ich habe immer das Gefühl, dass er in ihrer Nähe einfach glücklich ist. Außerdem ist sie charmant, witzig, klug und kümmert sich liebevoll um ihr zu Hause und ihren Mann. Ich wünschte sie könnte meine beste Freundin sein.

Weil ich ja wie gesagt noch an dem Buch lese, habe ich gerade eine schöne Stelle gefunden, die sie wunderbar zeigt. Es geht gerade darum, dass er mal wieder zu spät nach Hause gekommen ist, weil er zu lange an seinen Ermittlungen gearbeitet hat:

 „… Für mich zählt alles in meinem Leben. Und du am allermeisten.“ Sie schaute ihm in die Augen und lächelte auf ihre eigentümliche Art, die weniger mit ihrem Mund als mit einem inneren Strahlen zu tun hatte.“ […]

„Du begibst dich so tief in die Dunkelheit hinein, dass die Sonne ausgelöscht wird. Alles wird ausgelöscht. Und ich lebe eben mein eigenes Leben. Ich mache meine Arbeit in der Klinik. Ich wandere in den Wäldern. Ich besuche Konzerte und Ausstellungen. Ich lese, spiele Cello, fahre Rad. Ich kümmere mich um den Garten, um das Haus und die Hühner. Im Winter mache ich Schneeschuhwanderungen. Ich besuche Freunde. Trotzdem denke ich immer wieder – wünsche ich mir immer wieder, dass wir mehr davon zusammen machen könnten. Ich finde es schade, dass wir nicht mehr miteinander draußen in der Sonne sind.“ […]

Auf einmal erkannte er, dass sie vollkommen anwesend war – alles von ihr war in diesem Moment vor ihm, ohne Hindernisse, ohne Ausflüchte, ohne Verstellung.

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Von der Idee zum fertigen Text (Teil 2)

Von der Idee zum fertigen Text (Teil 1)

2. Teil – Vom Schreibflash und Motivationslöchern

 

„Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige.“
Voltaire

 

Das eigentliche Schreiben geht bei mir fast Hand in Hand mit der gerade gekommenen Idee. Dann entstehen manchmal schon ganze Sätze oder Absätze, die entweder die Idee genauer beschreiben, oder es ist bereits der Anfang des richtigen Textes. Oft ist es so, dass bei mir dann schon recht schnell der erste Schreibflash abklingt. Dann dümpeln diese Anfänge und Absätze Wochenlang auf meiner Festplatte herum, bis sich meine Muse wieder zu mir bemüht. Erst dann kann es bei mir weitergehen und ich näher mich Satz für Satz, Absatz für Absatz dem Ende an. Diese Phase kann bei mir sehr lange dauern. Das Zusammenspiel meiner Muse und meiner Zeit zu Schreiben passt natürlich nicht immer zusammen. Ich bin jemand der unbedingt Ruhe zum Schreiben braucht, am liebsten schreibe ich sogar mit Stift und Papier, damit mich noch nicht mal das Internet ablenken kann. Wenn dich der Schreibflash packt, dann kann dich nichts aufhalten. Die Buchstaben und Worte purzeln nur so aus dir heraus und am Ende des Tages denkst du: Super, so kann weitergehen.

Aber dann passiert es doch: Es geht nicht weiter und du stehst vor dem Motivationsloch. Wenn du einmal hineingefallen bist, dann wirst du wissen was ich meine: Du weisst ganz genau, dass auf deiner Festplatte noch fünf angefangene Texte auf dich waren, bei dreien weisst du auch, was zu schreiben wäre, aber es kommt dir kein Wort über die Finger und du kannst dich für keinen Anfang entscheiden. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten wieder heraus zu kommen:

  • Alle Anfänge so oft lesen, bis dich bei einem die Muse küsst und du daran weiterschreiben kannst
  • Deine Notizen durchwühlen. Ich habe zum Glück ein Notizbuch in das ich alles mögliche schreibe. Satzfetzen, Geschichtenanfänge, schöne Worte. Auch beim Blättern darin hat mich schon oft die Muse geküsst.
  • Den sechsten Anfang schreiben. Auch das passiert natürlich. Die Muse kommt vorbei und es entsteht etwas völlig andres, als du eigentlich wolltest.
  • Irgendetwas schreiben. Es füllt sich dann entweder dein Notizbuch, oder bei mir ist der Blog so entstanden. Über das Schreiben zu schreiben, ist auch schreiben.

Während ich das hier tippe werde das Gefühl nicht los, dass das Thema „Inspiration“ weitaus mehr Worte verdient. Also wird es (hoffentlich) bald, dazu noch mal einen ausfühlicheren Beitrag geben.

Von der Idee zum fertigen Text (Teil 3)

Gemeinsam lesen #164

Ich mag Blogger-Aktionen sehr gerne, ich finde dadurch verbindet man sich untereinander so schön. Wenn es dann auch noch ums Lesen geht, bin ich immer wieder gerne dabei. Also los geht’s.

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Eine Aktion von Schlunzenbücher.de

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade „Die Unbarmherzigkeit des Augenblicks“ von John Verdon. Gerade bin ich auf Seite 96 angekommen.
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
„Und denkst du daran, Malcolm Claret anzurufen?“
Eigentlich schade, dass ich gerade auf dieser Seite bin, denn Verdon hat oft unheimlich schöne Sätze dabei.
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Ich liebe es jetzt schon. Eben weil Verdon so unheimlich schön schreibt. Bei ihm habe ich immer das Gefühl, dass seine Protagonisten ihre Umgebung besonders intensiv wahrnehmen und ich bin als Leser dadurch mittendrin. Außerdem ist Dave Gurney ein sehr symphatischer Protagonist.
4. Ist dein aktueller Protagonist dir ähnlich?
Nein. So gar nicht. Dave Gurney ist ein ehemaliger Polizist im Ruhestand. Ein genialer Ermittler. Also eher das Gegenteil von mir. 😉

Von der Idee zum fertigen Text (Teil 1)

Zu gerne würde ich es mir jetzt einfach machen, euch vier oder fünf Punkte aufschreiben und eine fertige Anleitung präsentieren, wie man zum Bestseller Autor wird. Wenn es tatsächlich so einfach wäre, würde ich das Geheimnis natürlich nicht verraten, sondern einen Bestseller schreiben, meine Millionen einheimsen und es mir in meiner Finca bequem machen.

Leider ist es wie so oft, dass es nicht die ultimative Anleitung dafür gibt, sondern jeder seine eigenen Methoden hat, um ans Ziel zu gelangen. Deshalb bleibt mir nur, etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern.  Da ich schon jetzt gemerkt habe, dass es zu dem Thema viel zu sagen gibt, wird es hierzu wohl mehrere Teile geben. Zu viel Text am Stück liest ja eh keiner.

  1. Teil – Am Anfang war die Idee

Am Anfang steht natürlich die Idee. Ein erster Impuls, eine erste Inspiration, die mich durchaus mal überraschend überfallen kann. Das kann ein interessanter Charakter sein, der vor meiner Tür steht, eine Situation, die ich gesehen, oder von der ich gehört habe, aber auch einfach nur einzelne Worte. Nicht immer ergibt sich daraus gleiche eine ganze Geschichte. Manchmal entwickelt sich auch soetwas wie ein Gedicht, mehr Gedankenfetzen, als Lyrik, aber durchaus geeignet um Momente festzuhalten.

Eine (gute) Idee zu finden ist vielleicht der schwierigste Teil an der ganzen Sache. Wenn sie angeflogen kommt ist das natürlich optimal, aber eine Idee anzulocken ist fast unmöglich. Ja, man es sich gemütlich machen und die Gedanken schweifen lassen, man kann darüber nachdenken, über was man gerne schreiben möchte, aber die Idee muss den Schreiber finden und nicht umgekehrt.

Weil das bei mir und dem Ideenfinden auch nicht immer so zuverlässig funktioniert, habe ich immer Zettel und Stift bei mir, um mir alles, was mir so in den Sinn kommt gleich aufzuschreiben. Wenn ich dann einen Impuls brauche, dann kann ich auf meine Sammlung zurückgreifen. Genauso ist es mit schönen, Worten, Sätzen oder Dingen für Charaktere, die sich mir ab und zu mal aufdrängen.

Von der Idee zum fertigen Text (Teil 2)

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Willkommen!

Willkommen auf meiner kleinen Insel. Auf meinem kleinen Eiland der Worte. Hier werden ab und zu Worte an den Strand gespült, in den Sand geschrieben und auf den Wellen hin und her geworfen.

Dies soll weder ein richtiger Autorenblog, noch ein richtiger Tagebuchblog werden, sondern mein Schreibtagebuch. Ich schreibe nun schon seit einigen Jahren. Nicht nur an einem Roman, sondern auch immer mal wieder an Kurzgeschichten. Vor kurzem erst wollte ich endlich mal wieder an besagten Romanprojekt schreiben und habe ich dabei gehörig erschreckt. Für die lange Zeit, die ich die Geschichte nun schon im Kopf habe, habe ich erschreckend wenig Text zustande gebracht. Da ich aber die Idee wirklich umsetzen möchte, habe ich beschlossen hier meinen (Schreib)Fortschritt zu dokumentieren. Dann habe ich das Gefühl, dass ich nicht so ganz einsam auf meiner Tastatur herumklimpere und das jemand kontrollieren könnte, ob ich denn nun wirklich meinen inneren Schweinehund überwunden habe.

Mein Ziel ist es, mich regelmäßig zum Schreiben zu bringen. Eine Sache, die ich wirklich gerne mache, aber die leider im Alltag viel zu oft untergeht. Unter anderem auch deshalb, weil meine Muse ein unberechenbares Wesen ist. Deshalb soll sie ihr ein zu Hause, eine kleine Insel, nur für sie.

Ich möchte nicht der tausendste Bücherblog sein, der in den weiten des Netzes untergeht. Dennoch wird es hier auch um Bücher gehen, denn das Lesen gehört für mich einfach dazu.

Dies wird also mein kleines Wörterinselchen, wo es um Worte in all ihrer Vielfalt geht.